„Corona“ und Bluthochdruck; Gehöre ich zur Hochrisikogruppe?

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Die Verunsicherung ist groß. Wie steht es tatsächlich um mein Coronarisiko, wenn ich Bluthochdruck habe? Gehöre ich zur Hochrisikogruppe? Manche Patienten mit Bluthochdruck haben Angst vor einem schweren Verlauf einer Corona Erkrankung. Andere sehen es auch nur als Chance früher zu einer COVID Impfung zu kommen. Doch sind wirklich alle Patienten mit Bluthochdruck gefährdet? Wenn man berücksichtigt, dass 20-30 Millionen Deutsche und ca. 1,5-2 Millionen Österreicher Bluthochdruck haben, wäre das eine gewaltige Anzahl an Patienten welche vorrangig geimpft werden sollten.

Patienten mit Bluthochdruck und Organschäden gehören zur Hochrisikogruppe – zu Recht?

Gehen wir einen Schritt zurück. Was wissen wir wirklich über Bluthochdruck und COVID-19? Frühe Berichte zeigten eindeutig, dass viele Patienten mit einer schweren Coronainfektion an Bluthochdruck leiden. Es ist aber zu berücksichtigen, dass Patienten mit Bluthochdruck auch meist älter sind und auch häufiger andere Erkrankungen (welche oft Folge des Bluthochdrucks sind) haben. Hierzu gehören Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenschädigungen. Es scheint so zu sein, dass gerade jene Patientengruppe mit Bluthochdruck und Folgeschäden dadurch einen erhöhtes Risiko haben. Deshalb wurde von den Gesundheitsbehörden auch festgelegt, dass nur Patienten mit Endorganschäden zur Risikogruppe gehören. Besonders hohes Risiko besteht wenn Patienten neben Bluthochdruck auch noch weitere Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen wie Diabetes, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen haben. Man nimmt an, dass auch Patienten mit einem schlecht eingestellten / behandlungsresitenten Hochdruck zur Hochrisikogruppe gehören.

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