Was ist eine Schlafuntersuchung?

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Schlafuntersuchungen dienen dem Nachweis eines Schlafapnoe Syndroms (nächtliche Atemaussetzer) und werden bei entsprechendem Verdacht eingesetzt. Es gibt 2 Methoden der Schlafuntersuchung. Die einfachere und zuerst eingesetzte Methode der „Polysomnographie“ und die Untersuchung in einen Schlaflabor.

  1. Polysomnographie (oder Polygraphie). Diese wird ambulant durchgeführt. Der Patient nimmt ein Gerät mit nachhause welches in der Nacht wichtige Parameter des Schlafes misst.
  • Atemfluss über Mund und Nase
  • Schnarchgeräusche
  • Sauerstoffsättigung
  • Pulsfrequenz
  • Bewegung der Brust und Bauchwand
  • Aktivität des Schlafes

Die Daten werden gespeichert und ähnlich wie bei einem Langzeit- EKG Gerät am nächsten Tag ausgewertet. Falls sich der Verdacht auf ein Schlafapnoesyndrom bestätigt wird eine Untersuchung in einem Schlaflabor durchgeführt.

2 Schlaflaboruntersuchung. Der Patient verbringt einen Nacht in einem speziellen Untersuchungsraum (meist ein Patientenzimmer in einem Spital) welches mit einer Vielzahl an Messgeräten ausgerüstet ist. Dies ermöglicht eine noch detaillierter Untersuchung des Schlafes als die Polysomnographie. Neben der Sättigung, der Pulsfrequenz und den anderen oben erwähnten Messwerte werden zusätzliche folgende Funktionen aufgezeichnet:

  • EKG
  • EEG
  • Augenbewegung
  • Muskelspannung, Beinbewegungen und Körperlage
  • Videoaufnahmen (nach Einwillung des Patienten)

In einem Schlaflabor kann auch die Wirksamkeit von Behandlungsmassnahmen wie zum Beispiel eine CPAP Maske (Atemmaske) getestet und angepasst werden.

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