Senken Nahrungsergänzungsmittel den Blutdruck?

Obst und Gemüse wird symbolisch in eine Medikamentenkapsel gepackt
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Das große Feld der Nahrungsergänzungsmittel

Die Fülle an unterschiedlichen am Markt befindlichen Nahrungsergänzungsmittel mit jeweils unterschiedlichen Dosierung macht es schwierig zu untersuchen ob Nahrungsergänzungsmittel (Mineralstoffe, Vitamine) tatsächlich den Blutdruck senken. Es ist auch möglich, dass die Wirkung von Mensch zu Mensch schwankt. Wenn man aber alle verfügbaren Studien zusammen legt (Metaanalyse) dürfte eine Kombination aus verschiedenen Vitaminen zu einer Senkung des systolische und diastolischen Blutdrucks führen. In den Studien wurden unterschiedliche Vitamine (Vitamin B, Vitamin D, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin K) und Mineralstoffe (Selen, Zink, Magnesium, Kalzium, Kalium Fluorid, Chlorid) verwendet. Dadurch ist es auch nicht möglich zu sagen welche der einzelnen Komponenten in welchen Umfang den Blutdruck beeinflussen. Man vermutet, dass es vorwiegend Vitamine und nicht die Mineralstoffe sind welche den Blutdruck senken. Eine endgültige Aussage ist aber derzeit nicht möglich.

Das Feld der Nahrungsergänzungsmittel ist unüberschaubar. Es ist bis heute nicht klar welche Nahrungsergänzungen von Spurenelementen bis Vitamine tatsächlich einen positiven Einfluss auf den Blutdruck haben

Senken Vitamine den Blutdruck?

Es wird angenommen, dass Vitamine das sympathische Nervensystem günstig beeinflusst und die Gefäßfunktion (Endothelfunktion) verbessert. Studien belegen auch, dass der „oxidative Stress“ sowie Entzündungen reduziert wird. Die Blutdrucksenkende Wirkung ist allerdings lediglich bei Patienten mit chronischen Erkrankungen (inklusive Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Übergewicht) bedeutsam. Hier findet man eine durchschnittliche Blutdrucksenkung von etwa 8mmHg auf den systolischen Blutdruck. Dies könnte sich daraus erkälten das gerade bei diesen Patienten der oxidative Stress und die Entzündungen am höchsten sind und diese Patienten auch einen höheren Vitamin- und Mineralstoffbedarf haben. Auch können Medikamente welche für diese Erkrankungen eingesetzt werden die Aufnahme von Vitaminen hemmen.

Es macht jedenfalls keinen sinn Vitamin und Mineral Nahrungsergänzungen „vorbeugend“ zu nehmen damit man keinen Hochdruck entwickelt.

Es muss auch hervorgehoben werden, dass es auch keine eindeutige Belege gibt das Vitamine und Nahrungsergänzungen das Herzkreislaufriskio (kardiovaskuläres Risiko) senkt. Deshalb wird eine Nahrungsergänzung mit Vitaminen oder Mineralstoffe nur bei Vorliegen einer Mangelerscheinung und in speziellen Patientengruppen derzeit empfohlen.

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