Senkt Vitamin D den Blutdruck?

Nahrungsmittel welche viel Vitamin D enthalten: Lachs, Milch, Käse, Butter, Eier, Erbsen
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Der Zusammenhang zwischen Vitamin D und Bluthochdruck ist trotz vieler Studien welche zu diesen Thema durchgeführt wurden weiterhin unklar. Es gibt Hinweise, dass ein geringer Vitamin D Spiegel mit höheren Blutdruckwerten assoziiert ist. Allerdings konnte nicht belegt werden, dass Vitamin D Präparate Bluthochdruck vermeiden kann oder den Blutdruck senkt. Unabhängig davon macht einen Vitamin D reiche Ernährung, Sonne und Vitamin D Präparate bei Vitamin D Mangel sinn. Man sollte aber nicht erwarten, dass diese herkömmliche Maßnahmen der Blutdrucksenkung (Medikamente oder Lebensstilveränderungen) ersetzt.

Univ. Prof. Dr. Thomas Binder

Vitamin D ist für den Knochenstoffwechsel wichtig. Ob Vitamin D Mangel Herzerkrankungen auslöst und ob die Zufuhr von Vitamin D das Herzkreislaufrisiko und den Blutdruck senkt ist noch nicht ausreichend geklärt. Es gibt zahlreiche Studien welche zeigen, dass Patienten mit höheren Vitamin D Spiegel im Blut geringere Blutdruckwerte aufweisen. Der Schwellenwert liegt hier bei einem Blutspiegel von 75 nmol/L. Ebenso finden sich bei Patienten mit nicht einstellbaren Bluthochdruck tiefer Vitamin D Werte.

Dies bedeutet aber nicht dass ein Vitamin D Mangel ein Risikofaktor ist oder dass ein Vitamin D Mangel Bluthochdruck auslöst. Man spricht eher von einen „Indikator“. Es wird auch vermutet das Patienten mit normalen Vitamin D Spiegel sich auch gesünder ernähren und deshalb auch seltener Bluthochdruck haben. Wenn mal alle vertrauenswürdigen Studien zusammenfasst (Meta Analyse) so führt eine Vitamin D Gabe auch zu keiner Blutdrucksenkung in der Allgemeinbevölkerung. Eine Vitamin D Gabe zählt deshalb auch nicht zu den „anerkannten“ Behandlungsform des Bluthochdrucks„. Ein Vitamin D Mangel sollte aber, unabhängig von dem Vorliegen eines Bluthochdrucks ausgeglichen werden.

Der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Vitamin D ist unklar. Vitamin D ist unter anderem vermehrt in Nahrungsmittel wie: Fettreihe Fische (Lachs, Makrele), Milchprodukte (Milch, Käse, Butter), Eier, Erbsen

Wann muss ich an einen Vitamin D Mangel denken?

Vitamin D Mangel findet man häufiger bei älteren (vor allem bettlägerige) Patienten und bei Patienten welche Vitamin D mit der Nahrung schlecht aufnehmen (z.B. chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen) oder sich schlecht ernähren. Da Vitamin D im Körper mit Hilfe des Sonnenlichts (UV Licht) gebildet wird. Kommt es eher bei Menschen in sonnenärmeren Ländern und im Winter zu Vitamin D Mangel. Dunkle Haut erschwert ebenfalls die Bildung von Vitamin D. Besonders gefährdet einen Vitamin D Mangel zu bekommen sind somit Menschen mit sehr dunkler Haut in Regionen mit wenig Sonne.

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