Warum bekommt man bei Bluthochdruck Atemnot?

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Atemnot ist eine der häufigsten Folgen des Bluthochdrucks. Oft entwickelt sich diese schleichend. Gerade ältere Patienten und Patienten mit hohen Blutdruckwerten oder Vorschädigungen des Herzens sind besonders betroffen.
Univ. Prof. Dr. Thomas Binder

Es gibt eine Reihe von Gründen warum es in Folge eines Bluthochdrucks zu einer Herzmuskelschwäche und somit zu Atemnot kommen kann.

Ursachen für Atemnot bei Bluthochdruck

1) Patienten mit Bluthochdruck bekommen häufig eine Verdickung des Herzmuskels (linksventrikuläre Hypertrophie) und somit ein „steifes Herz“. Dadurch kann das Herz in seiner Füllung behindert werden. Die Herzleistung sinkt. In diesem Fall spricht man von einer sog. „diastolischen Herzmuskelschwäche“ Diese Form der Herzmuskelschäche findet man oft bei älteren Patienten und Frauen.

2) Das Herz muss im Rahmen des Bluthochdrucks ständig gegen einen Widerstand pumpen. Dies schädigt mit Fortschreiten der Bluthochdruckerkrankung den Herzmuskel. Die (systolische) Herzleistung fällt ab und Patienten entwickeln Atemnot.

3) Bluthochdruck führt (oft gemeinsam mit anderen Risikofaktoren) zu einer Durchblutungsstörung des Herzmuskels („koronare Herzerkrankung“). Hierdurch wird die Funktion des Herzens beeinträchtigt. Neben Atemnot verspüren Patienten auch einen Druck auf der Brust (Angina Pectoris).

4) Wenn Patient einen Herzinfarkt bekommen geht darüber hinaus ein Teil des Herzmuskels zu Grunde. Auch in diesem Fall kann die Pumpfunktion des Herzens reduziert sein.

Eine Herzinsuffizienz und Atemnot kann sowohl im Rahmen eines systolischen als auch eines diastolischen "Versagens" des Herzens auf treten. Bei Bluthochdruck wird das Herz steifer und kleiner. Es Füllt sich mit Weninger Blut. Als Folge kann auch weniger ausgeworfen werden. Bluthochdruck kann aber durch die Schädigung des Herzmuskels auch zu einer systolischen Herzinsuffizienz führen. Bei dieser Form der Herzschwäche ist die Pumpleistung herab gesetzt.
Eine Herzinsuffizienz und Atemnot kann sowohl im Rahmen eines systolischen als auch eines diastolischen „Versagens“ des Herzens auf treten. Bei Bluthochdruck wird das Herz steifer und kleiner. Es Füllt sich mit Weninger Blut. Als Folge kann auch weniger ausgeworfen werden. Bluthochdruck kann aber durch die Schädigung des Herzmuskels auch zu einer systolischen Herzinsuffizienz führen. Bei dieser Form der Herzschwäche ist die Pumpleistung herab gesetzt.

Der Schweregrad der Atemnot im Rahmen einer diastolischen Herzinsuffizienz hängt vom Ausmass und der Dauer des Bluthochdrucks zusammen. Diese entsteht oft erst nach vielen Jahren und wird deshalb mit Zunahme der Lebensdauer immer häufiger. Besonders ältere Frauen sind von einer diastolischen Herzinsuffizienz betroffen

NB: Nicht immer ist Atemnot bei Bluthochdruck Ausdruck einen Herzmuskelschwäche. Auch eine COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung) und Übergewicht ist häufig bei Patienten mit Bluthochdruck.

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