Warum bekommt man bei Bluthochdruck einen Schlaganfall?

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Ein Schlaganfall entsteht wenn ein Teil des Gehirns (meist plötzlich) nicht mehr mit Sauerstoff/Blut versorgt wird. Das Gehirngewebe stirbt ab. Bluthochdruck ist ein wichtiger Risikofaktor. Gemeinsam mit anderen Risikofaktoren wie Fettstoffwechselstörungen, Rauchen und Diabetes schädigt ein hoher Blutdruck die Gefäße. Auch jene Gefäße welche zum Gehirn führen (Halsschlagader, Vertebralarterien) oder im Gehirn selbst sind. Als Folge des Bluthochdrucks bilden sich atherosklerotische Ablagerungen (Plaque) in diesen Gefäßen. Das Gefäß wird immer enger und kann sich plötzlich verschliessen. Der Gefäßverschluss passiert meistens weil ein Plaque einreisst (Plaqueruptur). Dies löst einen Reparationsversuch des Gefäßes aus. Als Folge bildet sich an dieser Stelle ein Blutpfropfen (Thrombus). Dieses Gerinsel verstopft entweder das Gefäß oder wird mit dem Blutstrom in eine kleiners Gefäß getragen wo es dieses verschliesst  (Embolie). Eine Embolie kann ihren Ursprung auch aus dem Herzen nehmen wenn sich dort ein Blutgerinnsel bildet (z.B. bei Vorhofflimmern). In diesen Fällen spricht man von einem ischämischen Schlaganfall. 

Bei einem Schlaganfall geht ein Teil des Gewebe des Gehirns zugrunde. Dies entsteht entweder bei einer Unterbrechung der Blutversorgung (Gefäßembolie, Gefäßverschluss) oder durch eine Gehirnblutung.

Eine Schlaganfall kann aber auch durch eine Blutung im Gehirn entstehen. Wenn die Gefäße im Gehirn (durch Atherosklerose) geschädigt sind können diese „platzen“. In diesem Fall spricht man von einem hämorrhagischem Schlaganfall. Ein erhöhtes Risiko für einen hämorrhagischen Schlaganfall besteht bei einer Blutdruckkrise, bei Einnahme von Gerinungshemmenden Medikamenten und bei Alkoholiker (Koma saufen).

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