Was ist Atherosklerose und warum entsteht diese bei Bluthochdruck?

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Die Atherosklerose ist eine Vorgang bei dem es zu einer Verkalkung, Verhärtung und Verengung der Gefäße (Arterien) kommt. In einer gewissen Weise ist die Atherosklerose ein „Alterungsprozess“ der Gefäße. Bei manchen Menschen schreitet dieser Prozess langsam, bei anderen schneller voran. Die Atherosklerose ist ein komplexer Prozess an dem viele Faktoren beteiligt sind. Der Bluthochdruck spielt aber eine zentrale Rolle. Der hohe Druck in den Gefäßen schädigt die innere Gefäßwand und macht sie durchläßiger für Fettpartikel (LDL Cholesterin), welche sich in die Gefäßwand einlagern. Es bilden sich sogenannte Plaque. Zusätzlich wird eine Entzündungsreaktion in Gang gesetzt welche die Plaque weiter wachsen läßt und zu Verkalkungen führt. Schlussendlich können diese Plaques zu Gefäßverschlüsse und Durchblutungsstörungen an Organen wie der Niere, dem Herz, des Gehirns oder der Beine führen. Die Verkalkung der Gefäße führt aber auch dazu, dass der Blutdruck noch weiter steigt.

Die Atherosklerose ist ein wichtiger Krankheitsprozess und mit Abstand die häufigste Ursache für Schlaganfälle, Herzinfarkt, Niereninsuffizienz und der Schaufensterkrankheit (Periphere Verschlusserkrankung). Neben dem Bluthochdruck gibt es auch eine Reihe an anderen Risikofaktoren welche die Atherosklerose begünstigt. Hierzu zählt der Diabetes, Stoffwechselstörungen und genetische Faktoren, welche in der Frühphase zu einer Störung der Gefäßfunktion (Endothelfunktion) führen. Aus dieser Entwickelt sich dann eine Atherosklerose.

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