Warum ist der Blutdruck am Morgen so hoch?

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Viele Funktionen des Körpers zeigen Schwankungen in Abhängigkeit von der Tageszeit. Man spricht  von „Circadianen Rhythmus“ oder „Chronobiologie“. Auch der Blutdruck schwankt im 24 Stundenverlauf. Bei den meisten Patienten ist der Blutdruck am Morgen, gleich nach dem Aufwachen am höchsten, fällt im laufe des Tages ab, zeigt einen zweiten (kleineren Gipfel) am späteren Nachmittag und fällt in der Nacht auf die tiefsten Tageswerte zurück. Dieser Rhythmus wird über das Tageslicht und die Einnahme von Mahlzeiten über unser Nerven und das Hormonsystem gesteuert. Die morgendlichen Spitzen sollten bei der Bluthochdruck Behandlung berücksichtigt werden. Patienten bei denen der morgendliche Blutdruckanstieg sehr ausgeprägt ist haben ein höheres Herzkreislaufrisiko.

Bei den meisten Patienten ist der Blutdruck am Morgen, kurz nach dem Aufwachen am höchsten

So ist bei dieser Patientengruppe die Verdickung des Herzmuskels (linksventrikuläre Hypertrophie) stärker ausgeprägt, zeigen mehr Atherosklerose, haben häufiger stumme Schlaganfälle und zeigen auch häufiger Nierenschädigungen (Eiweiß/Albumin im Harn). Es gibt eine Reihe an Maßnahmen, welche man setzen kann um den morgendlichen Blutdruckanstieg zu reduzieren bzw. zu behandeln.

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