Welche Präsidenten hatten Bluthochdruck?

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Da Bluthochdruck sehr häufig ist findet man auch viele berühmte Persönlichkeiten mit Bluthochdruck, so auch bei Staatspräsidenten, Monarchen und Diktatoren. Nicht selten hat dich der Hochdruck auch auf die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit dieser Personen ausgewirkt und so auch indirekt die „Weltgeschichte“ beeinflusst. Hier ein paar Beispiele:

Josef Stalin

Stalin war ein schwerer Raucher, ernährte sich ungesund und hatte Bluthochdruck. All dies trug dazu bei, dass Stalin an einer schweren Atherosklerose litt. Noch dazu lebte Stalin in der ständige Angst, dass er ermordet wird und traute auch seinen Ärzten nicht . Er ließ sogar viele seiner Ärzte umbringen oder verhaften. Josef Stalin verweigerte auch die Einnahme von Blutdrucksenkern und nahm lediglich alte traditionelle Heilmitte welche seinen Blutdruck kaum beeinflussten. Als Folge des Bluthochdrucks erlitt Stalin schon 1945 im Rahmen der Potsdamer Konferenz einen kleinen Schlaganfall. Kein Zweifel dass seine Urteilsfähigkeit und sein Charakter dadurch beeinflusst wurde. Schlussendlich starb Stalin am 5 März 1953 in seiner Datscha an einer Gehirnblutung. Seine lange unbehandelte Bluthochdruckerkrankung, das Rauchen, die ungesunde Ernährung und der Alkohol hatten das erreicht was seine Feinde nicht im stände waren.

Stalin: Bluthochdruck führte zu einem Schlaganfall

Franklin Delano Roosevelt

Nicht viel anders erging es Franklin Roosevelt, der Gegenspieler von Stalin bei der Yalta Konferenz (4. Feb. 1945 – 11. Feb. 1945). Roosevelt litt bereits seit ca. 9 Jahre unter Bluthochdruck. Seine Werte stiegen immer höher und die Ärzte rieten ihm weniger zu arbeiten. Doch die politischen Wirren der Zeit liessen dies nicht zu. Im März wurde bei Roosevelt eine Herzmuskelschwäche als Folge des mittlerweile schon sehr hohen Blutdrucks diagnostiziert. Das EKG zeige eine Verdickung des Herzmuskels. Zusätzlich litt Roosevelt unter Angina Pectoris – ebenfalls eine Folge des Bluthochdrucks. Zum Zeitpunkt des Yalta Konferenz lag sein Blutdruck um 250/15mmHg. Aus Ansprachen ist erkennbar das Roosevelts Gesundheit schon sehr angeschlagen war. Er bekam schlecht Luft und seine Lunge pfeift. Historiker vermuten, dass Stalin Roosevelts Schwäche bei den Yalta Verhandlungen ausgenützt hat. Wer weiß wie Europa nach dem zweiten Weltkrieg aufgeteilt wäre wenn Roosevelt gesund gewesen wäre. Im April 1945 als gerade ein Porträt von ihm angefertigt wurde erlitt Roosevelt so wie auch Josef Stalin eine Gehrinblutung. Sein Arzt schätze seinen Blutdruck auf 350/195mmHg. Ein extrem hoher Wert! Nur 1 Stunde später war Roosevelt tot.

Roosevelt Unkontrolliert hoher Blutdruck schwächte ihn bei der Yalta Konferenz

Woodrow Wilson

Auch Woodrow Wilson, der 28 Präsident der Vereinigten Staaten hatte Bluthochdruck. Bereits 1904 wurden Netzhautveränderungen, welche eine Folge des Bluthochdrucks waren festgestellt. Während seiner zweiten Amtszeit erlitt er 1919 einen schweren Schlaganfall mit Halbseitenlähmung, Seh- und Sprachstörungen. Wohl auch als Folge des Schlaganfalls negierte Wilson sein Leiden. Man spricht medizinisch von einer „Anosognosie“. Noch dazu „deckten seine Frau und auch sein Arzt Admiral Grayson den Präsidenten. Der Öffentlichkeit wurde lediglich mitgeteilt, dass es sich um einen „Nervenzusammenbruch“ handelte. Wilson blieb noch bis zum Ende seiner Amtsperiode Präsident. Viele Entscheidungen wurden von seiner Frau Edith Wilson getroffen. Deshalb bezeichnet man Sie auch als „erste weibliche Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika. Woodrow Wilson starb am 3 Februar 1924 im Alter von 67 Jahren nach dem er sich sogar trotz seiner geistigen und körperlichen Einschränkungen um einen dritte Amtsperiode bemüht hat.

Woodrow Wilson – Bluthochdruck verhinderte eine dritte Amtsperiode

Idi Amin

Idi Amin der Diktator von Uganda (1971 – 1979,) dem man nachsagt, dass 200.000 seiner Landsleute gefoltert und ermordet hat viel Juli 2003 in ein Koma. Auch er hatte hohen Blutdruck und und eine eine Nierenschwäche Die letzten Jahre verbrachte Ido Amin in Saudi Arabien welches ihm Exil gewährte. Die genauen Umstände sind unklar aber seine Familie ordnete an alle Lebenserhaltende Maschinen abzudrehen. Idi Amin einer der wohl brutalsten Diktatoren starb am 16 August 2003 in Jeddah. Zeit seines Lebens litt Idi Amin einerseits unter Größenwahn und Selbstüberschätzung andererseits unter paranoiden Wahn- und Angstvorstellungen, welche dazu führten das er sich in seiner Präsidenten Villa einigelte.

Idi Amin auch Diktatoren leiden unter Bluthochdruck

Heinrich VIII

Heinrich der achte ist wohl ein Paradebeispiel für einen Hochrisikopatienten. Auch wenn man zu diesen Zeiten noch keine Blutdruckmessungen durchgeführt hat ist fast mit Sicherheit anzunehmen dass Heinrich VIII unter Bluthochdruck litt. Hatte er doch eine Fülle an Begleiterkrankungen welche Bluthochdruck begünstigen. Ab 1536 legt Heinrich der VIII massiv an Gewicht zu. Kein Wunder hat der doch über 30 Jahre lang oft über 12 Portionen Fleisch oder Fisch gegessen. Zu seinen Leibspeisen zählten weiters Pudding und frittiertes Gebäck. Zu seinen Tod wog Heinrich der VIII über 160kg. Man vermutet das Heinrich der VII als folge des Übergewichts auch an Diabetes litt. Die Geschwüre an seinen Beinen sind wohl Folge von Beinvenenthrombosen, können aber auch die Auswirkungen diabetischen Wundheilungsstörung sein. Heinrich trank zusätzlich große Mengen Alkohol ebenfalls ein Faktor welcher zu Bluthochdruck führt.

Heinrich der VII. Der klassische Risikopatient

Weitere Diktatoren, Präsidenten und Monarchen

  • Manuel Noriega – President / Dictator Panama
  • Winston Churchill – Premierminister Großbritanien
  • Angela Merkel – -Deutsche Bundeskanzlerin
  • Wladimir Iljitsch Lenin – Revolutionär und Begründer der Sowjetunion

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